Rund 100 Gäste feierten am Freitag 17. September die Halbzeit beim InnovationSPIN. Politische Prominenz, Bauherren, Fördernde, Nutzerinnen und Nutzer sowie Gäste aus den beteiligten Baufirmen der Region informierten sich über den InnovationSPIN.

Die halbe Wegstrecke ist erfolgreich bewältigt: Das Bauvorhaben liegt im Zeitplan trotz Ausfällen wegen Winterkälte und Corona. Auch die Kosten bleiben bisher im Plan trotz steigender Preise für Baumaterialien. Die zukünftigen Innovationslabore im Gebäude gehen in die detaillierte Vorbereitung zum Start in einem Jahr.

Michael Lutter, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe bringt es auf den Punkt. „Das alles gelingt nur durch die gemeinschaftlichen Anstrengungen aller Beteiligten – von der Politik und den Bauträgern, über die Fördernden bis hin zu den Baufirmen und Handwerkern.“ Was ihn besonders freut: Bereits jetzt sind gut 90 Prozent der Gewerke vergeben und davon bleiben mehr als die Hälfte in der Region – trotz europaweiter Ausschreibungen. 

Auch den obligatorischen Grundstein gestaltete ein Bildhauer aus der Region: Hans-Bernhard Vielstädte. Die Enthüllung dieses Grundsteins, der in Zukunft zentral im Boden des Atriums eingelassen und zu sehen sein wird, bildete einen Höhepunkt des Festes. Statt der „normalen“ Beschriftung durch die Namen der Bauherren mit der Jahreszahl hat sich Hans-Bernhard Vielstädte auf die Inhalte der Träger fokussiert. In U-Form, aus Edelstahl-Buchstaben gefertigt, steht dort im Granitstein „Bildung, Wissenschaft, Handwerk“ und die Jahreszahl 2022 ist als Zeichen der digitalen Herausforderung binär mit Einsen und Nullen dargestellt. Diese sind aus Glas und in Zukunft von unten beleuchtet. Dazu Markus Rempe, Leiter Fachdienst Bildung, Demographie und Zukunftsfragen beim Kreis Lippe, der die Veranstaltung moderierte: „Wir haben damit einen Stein des positiven Anstoßes, an dem Menschen zusammenkommen und gemeinsam überlegen.“

Doch nicht nur das Gebäude stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. So freut sich Landrat Dr. Axel Lehmann schon auf die Inbetriebnahme in einem Jahr: „Der InnovationSPIN wird die Innovationskraft und die Wirtschaft im Kreis Lippe und darüber hinaus stärken. Das eröffnet neue Chancen für die Region und die Menschen in Lippe. In der Pandemie haben wir die große Bedeutung der persönlichen Begegnung als Grundlage für Innovation und Kooperation erlebt. Dieses Gebäude ist ein sichtbares Zeichen der ausgeprägten und leistungsfähigen Kooperationskultur, die wir im Verlauf der Jahre aufgebaut haben.“

Im Podiumsgespräch mit Frau Annette Nothnagel, REGIONALE 2022, Prof. Dr. Stefan Witte, TH OWL, als Vertreter der Bauherren, Martin Schwörer von der Projektsteuerung und Jens Kronsbein, Bezirksregierung Detmold, bestätigte sich, dass der InnovationSPIN weit über die Region Lippe hinaus strahlt. Die besondere Kombination von Handwerk, Hochschule und (Aus-) Bildung stößt auf bundesweites Interesse und wird mit reger Anteilnahme von Politik, Hochschulen, Schulen und anderen Institutionen begleitet. Das findet auch in der Landesregierung Anklang. In einer Videobotschaft an alle Gäste erklärte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Mit dem InnovationSPIN in Lemgo fördern wir ein zukunftsweisendes Modellvorhaben, mit dem wir den Technologie- und Wissenstransfer beschleunigen und den digitalen Wandel in Ostwestfalen-Lippe vorantreiben. Das Projekt trägt zu Wachstum und Fachkräftesicherung in Wirtschaft und Handwerk bei und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen. Gleichzeitig schaffen wir ein fruchtbares Umfeld für Start-ups und bieten Raum für neue Ideen und Vernetzung.“